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Johanna Kandl: Material. Womit gemalt wird und warum

Johanna Kandl

12.9.2019 bis 19.1.2020

In der Mitte der Ausstellungshalle ist in einer Glasvitrine in einem Einmachglas ein Stück einer "Echten Mumie" ausgestellt. In Apotheken konnte bis in die 1920er Jahre "Mumia vera" als Heilmittel gekauft werden. Die Künstler verwendeten das helle, schokoladenfarbene Pulver als braunen Farbstoff auf ihren Bildern. So heißt es, dass Eugene Delacroix sehr gerne mit diesem Pigment gearbeitet haben soll.

Johanna Kandl, eine ausgebildete Restauratorin, befasste sich mit der Herkunft der natürlichen Farben. Sie reiste an die Herkunftsorte, ließ sich inspirieren und malte dann in dieser Farbe einige Bilder. So hatte sie eine rote, blaue, braune usw. Schaffensphase. An der linken Wand der länglichen Orangerie sind Gemälde, die überwiegend aus gewaltigen Sammlung des Belvedere stammen, ihren Werken gegenübergestellt.

Ein interessantes Detail sind die ausgestellten, getrockneten so genannten "Zeigerpflanzen" aus dem Naturhistorischen Museum. Als Beispiel sie die Alpen-Frühlings-Miere erwähnt, die an Stellen, die reich an Kupfer, Zink und anderen Metallen sind, wächst.

Im Kammergarten vor der Orangerie stehen einige der Pflanzen, die für die Farbherstellung benutzt wurden. Dort erfährt der Benutzer z.B., dass der Feigenkaktus in Mittelamerika die Wirtspflanze der Koschenillelaus ist. Die Koschenille wird zum einen als rote Lebensmittelfarbe für Lippenstifte und Campari zum anderen zur Herstellung von Aquarellfarben und Lasuren verwendet.

Berni, 2019-September-11

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